Tag 23

Heute war ein sehr dicht gepackter und langer Tag. So lange, dass ich erst morgen über gestern schreibe. Macht Sinn? Gut.
Tag 23 begann mit meinem letzten Hotelwechsel. Danach hieß es aber gleich ab zum Flughafen, allerdings nicht zum Haupteingang mit den "großen" (737 und A320 sind im Vergleich zu ihren Langstrecken-Geschwistern nicht groß, letztere fliegen aber auch nicht von und nach Queenstown) sondern zum Seiteneingang mit den kleineren Fluggeräten, konkret The Helicopter Line.

Der Plan, ein 90 minütiger Rundflug. Von Queenstown über die Alpen nach Milford Sound, kurze Zwischenlandung mit Spaziergang zu einem Aussichtspunkt nahe des Flugplatzes Milford Sound (normalerweise ist es nur ein Überflug und es gibt eine zweite alpine Landung bei einem Gletscher, mehr dazu später), Weiterflug und Landung bei einem der Gletscher entlang der Milford Queenstown Strecke (den Namen hab ich leider komplett vergessen) und dann zurück nach Queenstown.






Beim Check-In Anruf 24 Stunden zuvor wurde mir gesagt, dass mein Flug um 14:00 die erforderliche Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht hatte. Stattdessen wurde ich auf den früheren Flug um 12:30 umgebucht.
Am Flughafen angekommen stellte sich mir kurz eine logistische Frage. Sieben Passagiere warten. Jeder der Helikopter des Anbieters hat sechs Plätze. So weit also keine Chance, dass alle in einen Heli gepackt werden.



Womit ich nicht gerechnet hatte war die Aufteilung. Jono, mein Pilot für den heutigen Flug kam auf mich zu und führte mich zu einem der Helikopter (falls es interessiert, Eurocopter AS350 Écureuil). Die übrigen sechs Personen gingen zu einem etwas größeren (trotzdem nur mit sechs Passagiersitzen ausgestatteten) Eurocopter EC130.

Stellt sich heraus, die Helikopter-Gesellschaft war mit meiner Umbuchung etwas trickreich. In Milford Sound warteten nämlich drei Passagiere auf ihren Rückflug nach Queenstown und anstatt auf dem Hinweg leer zu fliegen hatte ich Hubschrauber und Pilot für mich.

Nachdem wir die drei zusätzlichen Passagiere aufgesammelt hatten ging es weiter zu einer Landung auf einer schmalen Halbinsel in einem Gletschersee (breit genug, dass sie Kufen des Helikopters Platz hatten und wir sicher aussteigen konnten.
Nach Foto schießen und Aussicht genießen ging es dann wieder zurück nach Queenstown.
Nach einer kurzen Pause im Motel machte ich mich auf den Weg zur zweiten Aktivität des Tages und dem Grund warum dieser Beitrag etwas verspätet ist.
Die Queenstown Skyline ist eine Gondelbahn die vom Ortsrand 500 Höhenmeter auf den Bob's Peak führt. Dort gibt es verschiedenste Möglichkeiten sich zu vergnügen. Mein Plan lautete Abendessen mit Aussicht und danach Stargazing, diesmal ohne Vollmond oder um genau zu sein, diesmal ohne Mond da dieser erst eine Stunde nach dem Sternenschauen aufging.
Wieder einmal hatte ich mit dem heutigen Wetter riesiges Glück. Komplett wolkenlos und dunkel genug um die Milchstraße und auch erstmals die große und kleine Magellansche Wolke sehen zu können.
Aufgrund der späten Anfangszeit und der Tatsache, dass mein Motel zu Fuß 20 Minuten von der Skyline Talstation entfernt ist fiel ich schließlich um Mitternacht müde ins Bett.